Die Messgeräte, die Sie längst in der Tasche haben
Ein Handy ist eine Handvoll günstiger Sensoren mit einem sehr guten Bildschirm davor. Fast jede Mess-App ist eine andere Auslegung derselben vier oder fünf Signale, und wer weiß, welcher Sensor hinter einem Werkzeug steckt, weiß sofort, wie weit er ihm trauen kann und warum dieselbe App auf zwei Geräten unterschiedlich reagiert.
Die Bewegungssensoren
Der Beschleunigungssensor spürt Schwerkraft und Bewegung; daraus entstehen Wasserwaage, Neigungsmesser, Lot und Vibrationsmessung. Das Gyroskop misst Drehraten und glättet all das, weshalb ein Gerät mit beidem schneller einrastet und weniger zappelt. Beide stecken in praktisch jedem Handy des letzten Jahrzehnts und sind sehr günstige Bauteile: präzise bei relativen Änderungen, mittelmäßig bei absoluten Werten, solange man sie nicht nullt.
Das Magnetometer ist das optionale Teil
Diesen Sensor sparen günstige Modelle tatsächlich ein. Er treibt den Kompass an und, wo Rohwerte zugänglich sind, einen groben Metalldetektor, der auf lokale Verzerrungen des Feldes achtet. Im Browser wird es schwieriger: Die Magnetometer-Schnittstelle gibt es nicht überall, ein Webwerkzeug kann also auf einem Gerät mit passender Hardware laufen und trotzdem nichts sehen. Das ist eine Grenze der Plattform, nicht des Geräts.
Mikrofon und Kamera
Das Mikrofon liefert Dezibelschätzungen und ein Stimmgerät, das die sich wiederholende Periode im Signal per Autokorrelation findet. Tonhöhenerkennung ist im Gegensatz zur Pegelmessung wirklich genau, denn Frequenz braucht keine Kalibrierkonstante. Die Kamera treibt Lupe, Spiegel, eine Helligkeitsschätzung und, an eine feste Kante gelegt, einen Winkelmesser über dem Livebild. Lichtmessung per Kamera bleibt eine Einordnung, kein Luxwert: Die automatische Belichtung arbeitet die ganze Zeit dagegen.
| Sensor | Werkzeuge | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Beschleunigungssensor | Wasserwaage, Neigung, Lot, Vibration | Jedes Handy |
| Gyroskop | Stabilisiert die obigen | Fast jedes Handy |
| Magnetometer | Kompass, Metallsuche | Bei günstigen Modellen oft nicht vorhanden |
| Mikrofon | Dezibelmesser, Stimmgerät | Jedes Handy |
| Kamera | Lupe, Spiegel, Winkelmesser, Lichtschätzung | Jedes Handy |
Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, welche Sensoren mein Handy hat?
Öffnen Sie ein Werkzeug, das einen davon nutzt. Reagiert die Wasserwaage auf Neigung, ist der Beschleunigungssensor da; bleibt der Kompass auf null, fehlt das Magnetometer oder es ist dem Browser nicht zugänglich.
Warum läuft ein Werkzeug in der App, aber nicht im Browser?
Browser geben nur einen bewusst eingeschränkten Teil der Sensoren frei, teils nur über HTTPS und mit ausdrücklicher Erlaubnis. Eine native App erreicht Hardware, an die eine Webseite nicht herankommt.
Brauchen diese Werkzeuge Internet?
Nein. Sensorwerte werden auf dem Gerät berechnet; ein Messwerkzeug hat keinen Grund, irgendetwas zu verschicken.
Sechzehn Werkzeuge, eine App. TOOLBOX macht aus den Sensoren, die ohnehin in Ihrem Handy stecken, eine Wasserwaage, einen Neigungsmesser, ein Bildschirmlineal, eine Schieblehre, einen Kompass, ein Dezibelmessgerät und einen Stroboskop-Drehzahlmesser. Läuft im Browser, ohne Konto und ohne Installation.
TOOLBOX öffnen